Bonnie C. Elgengard

Alles rund um die Bücher und Geschichten von Bonnie C. Elgengard.


Hier findest Du Übersichten und Leseproben zu den bereits erschienenen Werken:

Hier findest Du alle Kurzgeschichten zum online-Lesen:


Eine Geschichte Akt I: Laras Flucht

Eine Geschichte Akt I - Laras FluchtLara erschrak, doch sie hatte keine Zeit sich um­zuschauen. Kurzerhand wählte sie den ihr nächst­gelegenen Baum und sprang an dessen niedrigsten Ast. Mit ei­ner ungeahnten Kraft zog sie ihren zum Zerreißen ange­spannten Körper hinauf und klet­terte ohne Halt so weit sie konnte zur Krone hin. Ein dumpfer Stoß brach­te den Baum zum Erbe­ben, so­dass Lara den Halt verlor und mit einem angster­füllten Schrei stürzte.

Als sie die Augen wieder öffnete, war die Wolke längst verschwunden. Lara richtete den Körper auf und sah vor sich mit ausgestreckten Beinen ins blaue Meer hinein. Dieses Mal würde keine ferne, doch vertraute Stimme nach ihr rufen, sie würde nicht in die Arme der Mutter geschlossen und auch nicht vom Vater nach Hause getragen werden. Auf diesem Felsen konnte sie niemand finden und einen Weg zurück gab es nicht. Gab es überhaupt noch einen Weg für sie?

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Eine Geschichte Akt II: Laras Entscheidung

UnbenanntDu kannst sie mir nicht einfach stehlen!“, rief Lara ihm hinterher. Sie wusste, sie könnte ihn nicht überwältigen, um die Perlen ihrer Kette zu­rückzuerhalten. Und ihre Überzeugungskraft schi­en auch zu schwinden.

Dreißig Münzen hat er verlangt, Frau Wach­hauptfrau! Könnt Ihr es glauben?“, sagte der ältere Mann empört, der seinen verfallenden und gebeug­ten Körper mit einem Stock stützte.

Und du hast sie ihm gegeben, Vater!“, sprach der andere Mann, der im mittleren Alter war, zu dem Älteren, „Was belästigst du also die Wach­hauptfrau mit deiner Blauäugigkeit? Die Münzen sind dahin!“

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Weihnachten im Baume der Familie

Weihnachten im Baume der FamilieDoch was sollte sie dazu sagen? Greta und Irmgard konnten unterschiedlicher nicht sein. Während Irmgard ihr ganzes Leben an der Seite eines Offiziers verbracht hatte als liebevolle Hausfrau mit hohen Ansprüchen auf Manieren und einen guten Ruf in der Gemeinde sowie konservativen Vorstellungen von Ehe und Familie, so hatte Greta ein Leben in Finanznot, Ablehnung und als alleinerziehende Mutter verbracht, in dem sie sich immerzu durchkämpfen musste und gelernt hatte, die Normen und gesellschaftlichen Strukturen zurückzuweisen.

Hamrog kam näher und durchwühlte die Taschen des Gefangenen, der vehement versuchte, sich dagegen zu wehren: „Lass mich! Nimm deine Finger weg!“, rief er, doch er konnte nicht verhindern, dass Hamrog die grüne Zipfelmütze in seinen Taschen fand und damit war er zum Erstaunen aller als Grichtel enttarnt.

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Weihnachten – Auf der Spur des Geschenkediebs

Weihnachten - Auf der Spur des Geschenkediebs

Auf ungewöhnlich langen Beinen schlappte ein gedrungener, buckliger Körper durch den Tunnel in der Wand. Mit den trägen Augen im rundlichen Gesicht suchte der Wichtel Hamjux überall nach seinem besten Freund. Und das schon seit über einer Stunde!

Leise schlich der Kleine zur Türe hin und lugte hinaus, horchte, und erkannte nur Stille. Dann öffnete er die Tür, doch ehe er einen Schritt hinaus getan hatte, hörte er einen Krach aus dem Raume und drehte sich rasch um. Erschrocken starrte er Hamjux an, der auf einer Scherbe ausgerutscht und in den Haufen gestürzt war. „Hamjux! Hast du dir was getan?“, fragte der Kleine sogleich, denn die Scherben waren scharf und manches Mal auch spitz.

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Kurzgeschichten-Sammlung: Frühlingslied 2018

Frühlingslied 2018Ich bin nicht naiv!“, entgegnete Bell, ohne auf die anderen Worte Isas einzugehen, ob­wohl sie unlängst in einem stillen Augenblick vor sich selbst zugegeben hatte, manchmal noch sehr naiv zu sein.

Wieder und wieder war das Tausendschön dem Aufgeben nahe. Die erdrückende Schwere des Schnees und die gefrorene Kälte brachten allenthalben eine Ohnmacht zu dem tausend­schönen Blümelein. Immerzu kämpfte es dage­gen an, doch mit jeder weiteren Ohnmacht, die sich ihm näherte, verlor das Tausendschön an Kraft und Mut. Als es nach vielen Stunden auf­zugeben drohte, da erkannte es ein Licht, das sich von dem Funkeln der Schneekristalle hin- und hergeworfen bis zu ihm hinab verirrte.

Schon kurz nach dem Mittagessen hatte Si­mon es nicht mehr im Kreise der Familie ausge­halten. Er stand auf, sagte: „Ich habe noch Ar­beit zu erledigen!“ und wollte gehen. Nieman­den sah er dabei an, denn es war eine Lüge. Er hatte keine Arbeit über die Feiertage hinweg zu tun.


Kurzgeschichten-Sammlung: Sammelwerk 1 – 2018

Sammelwerk 2018 - 1

Ingrid trat näher an den Rand und blickte über den Sims in die Tiefe hinab. Ein waberndes Glitzern erkannte sie. Vermutlich, so dachte Ingrid, war es ein Wasser, das am tiefen Grund der Höhle von dem sanften aufsteigenden Wind geschubst wurde.

Alte Frau, Ihr wisst, was dies Ding ist?“, frag­te einer der anwesenden Männer.

Sicher!“, ertönte ihre krächzende Stimme laut. Sie wandte sich an Orelia: „Ein Waldgeist ist es nicht, mein Kind, doch die Beschreibung ist weit treffender als die eines Drachen!“

Jakob atmete tief ein und aus, bewegte seinen Körper aus der Seitenlage auf den Rücken und starrte an die Zimmerdecke. Das trübe Grau vor ihm ließ Trauer und Bedrückung in ihn einkehren. Es spiegelte die Farbe seines Lebens wider und das hasste er. So legte er den Unterarm über seine Augen, kämpfte gegen die düsteren Gedanken an sein zerrüttetes Leben an, damit er nicht weinen musste.



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6 Gedanken zu „Bonnie C. Elgengard“

  1. Liebe Bonnie,
    dankeschön für dein Erstlingswerk „Weihnachten im Baume der Familie“. Ich habe es mit großem Vergnügen gelesen und bin schon sehr gespannt auf dein nächstes Buch.
    Viel Erfolg für 2018
    Liebe Grüße
    Ina

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