Das dritte Licht

zurück…

Am Fuße eines hohen Berges, der allzeit von Schnee und Eis bedeckt war und aus den umliegenden Hügeln sehr steil und felsig emporragte, da lag das kleine Dorf Weitholfe. Seit den frühesten Morgenstunden und noch ehe die Sonne die Hänge des Berges küsste, waren die Leute aus ihren Betten aufgestanden, um früher, als es üblich war, das Tagwerk zu beginnen.

Gerade als die ersten Lichtstrahlen über die verschneiten Hügel brachen und sich gegen die hölzernen Wände der zweistöckigen Blockhäuser warfen, verließ Kirua das elterliche Haus. Eingepackt in einen warmen Mantel ging sie zügig die Straße rauf und klopfte frierend an die Türe eines Nachbarn. Während sie auf Antwort wartete, fiel ihr Blick mit gefrorenem Atem zum Berg hin, der am Ende der Straße, jenseits der Hügel in das eisigkalte Blau des Himmels ragte. Sie konnte die Treppen des Pfades erkennen, der dort vor vielen Hundert Jahren angelegt worden war und der hinauf zu einer Höhle weit unterhalb des Gipfels führte.

Es war schon lange her, dass Kirua diesen steilen Pfad gegangen war – geklettert vielmehr, denn fast das ganze Jahr über herrschte Winter in diesem Land, sodass der Steig allzeit vereist war und man ums Klettern nicht herumkam.

Kirua musste schmunzeln, als ihr die Erinnerungen kamen. Es war ein schwieriger Weg, den sie nicht ohne Schürfwunden und blaue Flecken geschafft hatte, aber bereut hatte sie den Aufstieg nie. Keiner in Weitholfe hatte ihn je bereut, den Weg zum Eremiten im Kindesalter. Dieses Jahr hoffte sie für ihren drei Jahre jüngeren Bruder Fjan, er würde zur Lichtreise auserwählt werden, derer die dritte am heutigen Tage stattfinden sollte.

Endlich öffnete ihr der Nachbar: „Kirua! Entschuldige, dass ich dich warten ließ“, sagte er und nahm einen Sack mit Salz, der neben der Türe bereitgestanden hatte, „Uns ist eine Kanne Milch runtergefallen. Was eine Sauerei!“

Es macht nichts!“, erwiderte Kirua, nahm den Sack an und verabschiedete sich freundlich vom Nachbarn. Einen Moment später stand sie in der Stube des Elternhauses, wo ihre Mutter Ruli ihr den schweren Sack abnahm: „Das Frühstück ist fast fertig. Zieh den Mantel aus und hol deinen Bruder!“

Schläft er immer noch?“, fragte sie nach.

Aber ehe die Mutter antworten konnte, kam ein Junge von vier Jahren herbeigelaufen und wiederholte: „Immer noch? Immer noch?“

Yanu!“, ertönte die Stimme der Mutter, „Du solltest doch am Tisch sitzen bleiben!“

Als der Kleine das gehört hatte, drehte er sich lachend um und lief auf seinen tapsigen Füßchen in die Küche. Ruli eilte ihm nach.

Währenddessen hatte Kirua ihren Mantel bereits aufgehängt und stapfte die Treppe hoch. Ohne Klopfen betrat sie das Zimmer ihres Bruders und fand ihn zu ihrer Überraschung am Fenster stehend. „Mach es zu! Es ist schon ganz kalt hier!“, meinte sie.

Fjan drehte sich erschrocken zu seiner Schwester um. Er war in Gedanken gewesen und hatte weder sie noch die klirrende Morgenkälte bemerkt. Er entzündete das Licht einer Öllaterne auf der Fensterbank, ehe er die hölzernen Läden heranzog und verschloss.

Konntest du überhaupt schlafen?“, fragte Kirua, denn ihr war seine Geistesabwesenheit nicht entgangen.

Ein bisschen!“, erwiderte Fjan und lenkte rasch vom Thema ab: „Ist das Essen schon fertig?“

Ja, komm mit“, antwortete sie schlicht und verließ das Zimmer.

Fjan stand noch einen Moment lang da. Heute war die dritte Zeremonie dieses Jahres. Er wollte unbedingt die Lichtreise antreten, wollte wissen, wie es war, wer der Eremit oben auf dem Berg war, wollte seine eigene Geschichte erzählen können, doch etwas tief in seinem Innern ließ ihn vor Furcht erzittern, wann immer er auch an den Steig des Berges dachte. Seine Beine wurden wacklig, seine Arme schlaff. Nein, er war ganz sicher noch nicht bereit für die Lichtreise! Und Algers, der Älteste, der würde es ganz bestimmt genauso sehen und ihn dieses Jahr nicht auswählen.

So stapfte nun auch Fjan in die Stube hinab und sah sich um. Ruli setzte ihren jüngsten Spross auf einen Stuhl am Tisch, an dem Kirua bereits Platz genommen hatte und sich eine Scheibe Brot in den Mund schob.

Kirua! Würdest du bitte warten, bis alle am Tisch sitzen?“, ertönte des Vaters Stimme vom Kessel überm Kamin her.

Du weißt doch, dass ich morgens immer so hungrig bin, Papa!“, erwiderte Kirua, nahm aber die Brotscheibe aus dem Mund und legte sie neben den Teller.

Fjan! Da du gerade stehst, reich mir bitte die Teller!“, meinte Keron und lächelte seinem Sohn freudig zu.

Fjan hatte in dem Moment seinen Stuhl zurückgezogen, um sich zu setzen, griff aber gleich nach einem der Teller und ging zu seinem Vater.

Beim Frühstück, als sich jeder die warme Morgensuppe in den leeren Magen füllte, war es wie immer Yanu, der alle am Tisch unterhielt. Er erzählte von einem wirren Traum, in dem er am Grund eines Sees auf einen Drachen gestoßen war, aber Ruli hörte ihm heute nur mit halbem Ohr zu. Sie erkannte den Missmut ihres älteren Sohnes, so sprach sie, als Yanu einen großen Brocken Fleisch in seinem Mund kaute, der ihm das Weitersprechen unmöglich machte: „Fjan, mein Schatz, machst du dir Sorgen?“

Er blickte ertappt zu ihr auf, denn eigentlich wollte er nicht an der Unterhaltung teilnehmen, doch nun sah jeder zu ihm hin, also sagte er: „Ein bisschen!“

Du bist schon elf Jahre alt, aber du musst dir deswegen keine Sorgen machen“, beruhigte Keron ihn, „Du kannst im nächsten Jahr noch auserwählt werden, wenn es heute oder in einer Woche nicht klappt. Algers achtet darauf, dass jedes Kind zur Lichtreise aufbrechen kann.“

Das stimmt!“, bestätigte Ruli, „Es ist eine schwierige Reise, so ganz allein den Berg hinauf, aber dieser magische Moment beim Entzünden der Kerze ist die Mühe allemal wert. Ich würde ja gern den Eremiten wieder sehen! Er erzählte lustige Geschichten.“

Wer ist der Eremit?“, fragte Yanu.

Niemand spricht über ihn, Yanu. Aber du wirst ihn eines Tages kennen lernen“, sagte Keron.

Und Kirua meinte: „Ich würde was drum geben, wenn ich noch einmal gehen könnte. Klar, es ist anstrengend und schwierig, doch ich würde es jederzeit ein zweites Mal wagen.“

Nun konnte Fjan es nicht länger zurückhalten: „Du hast gut’ Reden! Du bist so viel besser im Klettern als ich. Ich… ich kann das jetzt noch nicht!“

Ach, was redest du?“, empörte sich die Schwester, „Du hast doch das Klettern das ganze Jahr über geübt. Du kannst es!“

Natürlich hatte er geübt, aber die Unsicherheit war nicht von ihm abgefallen. Fast jedes Mal war er abgerutscht oder gestürzt. Wie sollte er es je auf den Berg hinauf schaffen?

Fjan! Es wird klappen! Glaube mir!“, sprach die Mutter in sanftem Ton, doch weder diese noch andere liebevolle Worte an diesem Morgen konnten ihn wahrlich beruhigen. Als sie gemeinsam das Haus verließen und sich – wie die anderen Bewohner – auf den Weg machten, spürte Fjan das Zittern seiner Beine, entstanden aus dem Anblicke des Berges ihm voraus. Indes sie die Straße hinauf auf einen hohen Hügel zugingen, wurde das Zittern schlimmer. Noch bevor sie das Dorf Weitholfe verlassen hatten, um dem gewundenen Pfad auf die flache Spitze des verschneiten Hügels zu folgen, war das Zittern so heftig geworden, dass er anhalten und einen Moment in der Hocke verweilen musste.

Ruli beugte sich zu ihrem Sohn hinunter, legte ihm eine Hand auf die Schulter und sprach danach zu Keron und Kirua: „Geht schon vor! Wir kommen gleich nach.“

Keron nickte, hob Yanu auf den Arm und ging mit Kirua weiter den schneeweißen Pfad entlang.

Du zitterst nicht vor Kälte, stimmt’s?“, fragte Ruli den Jungen, als ihr Mann ein Stück weit vorausgegangen war.

Ich möchte nicht ausgewählt werden. Nicht dieses Jahr!“, erklärte Fjan.

Das kannst du nicht beeinflussen“, meinte Ruli und fügte an: „Aber du kannst auf das Urteil des Ältesten vertrauen. Wenn er glaubt, dass du heute nicht bereit bist für diese Reise, dann wirst du auch nicht ausgewählt.“

Die Worte beruhigten Fjan soweit, dass das Zittern schwächer wurde. Wenn es stimmte, was seine Mutter sagte, dann würde er ganz sicher erst im nächsten Jahr zum Lichtreisenden auserkoren werden, und auf keinen Fall heute!

So stand er auf, sah noch einmal in die menschenleere Straße des Dorfes hinein, in der die Sonne den Schnee und alles Eis an den Häusern zum Funkeln brachte. Dann wandte er sich ab vom winterweißen Dorfe und sah zum Hügel hin. Nur wenige Menschen stapften noch über den Pfad und droben waren nur die Köpfe all der anderen über der Kuppe zu sehen.

Lass uns weitergehen, mein Schatz! Und mach ruhig langsam, wenn es dir lieber ist. Sie werden ohne uns nicht anfangen!“

Aber wütend sein, wenn sie unsretwegen warten müssen!“, erwiderte Fjan.

Ach, Unsinn“, erklärte Ruli, „Keiner war je wütend, wenn einer später kam als die anderen. Wir wissen alle, dass jeder seine eigene Geschwindigkeit hat.“

So stapften sie gemächlich den Hügel hinauf, hinter dem der mächtige Berg aufragte. Langsam kamen sie der Menge näher, die sogleich eine Gasse formte, durch die Fjan bis nach vorn in die Reihen der Kinder schritt. Die Älteren hielten Kerzen in ihren Händen, die ein leuchtendes und warmes Winterbild ergaben. Ein Nachbar reichte Ruli sogleich seine Kerze, damit sie die ihre daran entzünden konnte. Fjan aber bekam davon kaum etwas mit, denn sein Blick lag auf dem Kreis, vor dem die Menge auf den Beginn der Zeremonie wartete. Dort stand ein alter Mann an einem Kessel und streute eine letzte Zutat in sein Gebräu, ehe er es sorgsam umrührte. Die aufgeregte Menge schien er kaum zu bemerken. Hüfthohe Steine mit verwaschenen Einritzungen begrenzten das kreisrunde Areal, das keiner der Dorfbewohner betrat und inmitten dessen der Älteste jetzt den Schöpflöffel gegen die Kesselwand fallen ließ und zum Berg aufsah. Dann wandte sich Algers endlich den Leuten zu: „Meine lieben Freunde! Es ist der Tag gekommen, da wir das Kind für die dritte Lichtreise auserwählen. Mit diesem Feuerstein“ – er hielt ihn gut sichtbar hoch – „wird jenes Kind zum Eremiten hinauf den Berg erklimmen, um das dritte Licht zu entzünden. Ich habe bereits gewählt!“

Der Alte schweifte den Blick langsam durch die Reihen der Kinder, die fast alle mit aufgeregten Augen hofften, hier und jetzt Lichtreisender zu werden. Nur Fjan bemühte sich aus Furcht, dem Blick des Ältesten auszuweichen, schaute statt zu ihm zu Boden oder zur Seite. Und so bemerkte er nicht, wie der Blick des Ältesten auf ihm haften blieb und sein Arm mit ausgestrecktem Finger auf ihn deutete. Erst als zwei enttäuschte Kinder sich ihm zuwandten, schaute Fjan zum Ältesten hin.

Fjan, mein Junge, ich habe dich gewählt“, sprach Algers.

Der Junge aber rührte sich nicht, seine Beine zitterten unaufhörlich, sodass er glaubte, er würde jeden Moment zu Boden stürzen. Doch dann legte sich die Hand eines Nachbarn auf seine Schulter, ein Halt, den er jetzt dringend gebraucht hatte.

Na, geh schon, Fjan!“, sagte der Nachbar freundlich und drückte den Jungen ein Stück vor, sodass er sich in Bewegung setzte. Langsam, noch immer bemüht, dem Blick des Ältesten auszuweichen, betrat Fjan den Steinkreis und hielt einen Meter vor dem Alten an.

Komm näher, Junge!“, sprach Algers sanft, denn er merkte wohl, wie sehr Fjans Körper zitterte. Und als er sich nur mühsam vorwärts bewegen konnte, kam Algers auf ihn zu, legte seinen Arm um die Schultern des Jungen und schob ihn bis zum Kessel.

Fjan, mein Kind, eine schwierige Reise liegt vor dir. Ganz allein wirst du den alten Steig meistern müssen. Es ist nicht einfach, ganz besonders in den Nächten musst du rasten. Und dafür solltest du dir rechtzeitig vor Sonnenuntergang eine der zahlreichen Grotten als Nachtlager herrichten. Das Vorankommen in der Dunkelheit ist gefährlich. Aber ihr Kinderchen Weitholfes seid geübt im Klettern. Ich weiß sehr wohl, dass ihr heimlich euren Mut an den unteren Felsen erprobt. Also fürchte dich nicht!“, erzählte Algers und deutete Fjan mit der Hand an, er solle sich am Kessel bedienen.

Der Junge blickte hinab in das dunkle Gebräu, er zögerte, aber ihm war bewusst, dass es nun kein Zurück mehr gab. Er war auserwählt und würde diese Reise heute antreten müssen, ob er sich dazu bereit fühlte oder nicht. So griff er denn zögerlich nach dem Schöpflöffel und trank von ihm drei große Schlucke des scheußlichen Gebräus. Doch obwohl er sein Gesicht ob des unangenehmen Geschmacks verzog, spürte er sogleich, wie alle Wärme und alle Kälte aus seinem Körper wich. Das Zittern endete dadurch allerdings nicht. Er wusste, dass ihn für eine lange Zeit die Kälte des Winters nicht berühren konnte, also blickte er zu Algers auf, der ihm die Hand zufrieden auf den Schopf legte und sich dann der Menge zuwandte.

Die Menschen stimmten ein Lied an, welches aufgrund dessen, dass nicht jeder ein talentierter Sänger war, etwas schief erklang, aber die wundervolle Melodie erreichte Fjans Seele. Er schöpfte Mut daraus und ein wenig Zuversicht, als er die singenden Leute mit ihren warmen Kerzen betrachtete. Seine Sorgen verließen ihn nicht, aber er war gewillt, sich ihnen entgegen zu stellen.

Als das Lied der Dorfbewohner endete, marschierten sie geschlossen zum Beginn des Steigs. Algers und Fjan gingen voraus, so konnte der Junge die beinahe senkrecht aufragenden Felsen erkennen, in die eine Treppe mit hohen, schmalen Stufen geschlagen worden war. Je näher sie der Treppe kamen, desto höher und mächtiger schien Fjan der Berg zu werden, wie eine Mauer, die er unmöglich überwinden konnte. Und als sie angekommen waren, war seine Unsicherheit in Gänze zurückgekehrt.

Er stand nun neben den ersten Stufen der Treppe und sah zu, wie die Leute einen großen Rucksack mit allerlei Vorräten, Decken, einem Topf zum Aufkochen von Eis und Schnee sowie Feuerholz füllten. Auch die Kinder legten etwas bei, und sei es nur ein Zweig oder Steinchen.

Fjans Blick schweifte hinauf zum sich windenden Steig, der durch die Felsen steil hinaufführte. Das Zittern seiner Beine wurde stärker. Als aber Algers erneut eine Hand auf seine Schulter legte, beruhigte es ihn ein wenig. Er schaute zu Boden und sammelte jeden Mut, den er finden konnte.

Nun endlich war der Rucksack gefüllt, die Leute stimmten ein weiteres schönes Lied an, während Ruli und Keron gemeinsam den Rucksack zu ihrem Sohn trugen und ihm freudestrahlend halfen, ihn aufzusetzen. Mit einer Umarmung verabschiedeten sie sich von ihm. Fjans Blick fiel noch einmal in die Menge zu seiner Schwester, die Yanu an der Hand hielt und Fjan aufmunternd zulächelte. Woher nahm sie nur diese Zuversicht, dass er es schaffen würde?

Noch ein letztes Mal atmete er tief durch, ehe er von Algers den Feuerstein und ein Metallstück annahm. „Achte gut auf diesen Feuerstein, Fjan!“, sagte der Alte.

Fjan packte ihn sorgsam in eine Tasche im Innenfutter seines Mantels. Dann betrat er vorsichtig die Treppe. Er merkte gleich, dass es rutschig war, daher lehnte er die handschuhverpackten Hände gegen die kalten Felsen und hüpfte erst einmal abwägend, ehe er mit ganzer Kraft den zweiten Fuß nachholte, um ihn neben den ersten auf der untersten Stufe abzustellen. Und so achtsam kletterte er ebenfalls die nächsten Stufen hinauf. Er konnte dabei die nicht endenden Gesänge der Leute hören und verfiel alsbald den Zweifeln, er sei nicht schnell genug, man würde unten genervt sein, wenn er nicht zügiger vorankäme. Immer zittriger wurden seine Beine.

Da wand sich die Treppe mit zwei Stufen, um in entgegengesetzter Richtung weiter hinauf zu führen. Fjan bemühte sich, diese Wende rasch zu nehmen, denn er wusste aus den vergangenen Jahren, dass nach dieser noch eine weitere Wende folgte, nach der man den Lichtreisenden von unten nicht mehr sehen konnte. Und wenn er dort erst war, würde keiner mehr merken, wie langsam er vorankam. Doch in der Hast rutschte Fjan von der Stufe ab und fiel voraus auf die nächste. Peinlich war ihm das im Angesichte aller Leute, die aber den Gesang nicht unter- oder abbrachen. Er raffte sich auf und sah zu ihnen und ihren warmen Kerzen hinab. Zu seiner Überraschung erkannte er weder Ungeduld noch Hohn in den Blicken, die freundlich auf ihn gerichtet waren. Nein, Stolz lag in ihren Augen, Freude und Fröhlichkeit ob dieses besonderen Tages. Sie stimmten ein weiteres Lied an und sobald es Fjans Ohren erreicht hatte, kam ihm die Erinnerung zurück: „Jeder hat seine eigene Geschwindigkeit!“, hatte Ruli zu ihm gesagt. Es stimmte, also ging Fjan gefüllt mit neuer Zuversicht den Weg seiner Lichtreise voran.

Er kam weiterhin nur langsam vorwärts und als nach der zweiten Wende der Treppe ein auf beiden Seiten von hohen Felsen gerahmter Weg steil und stufenlos zu sehen war, da konnte er die Stimmen nicht mehr hören. Er war jetzt ganz allein. Und so fühlte er sich auch, wenngleich er froh war, dass die auf ihm haftenden Blicke fort waren, denn die machten ihn trotz allem nervös.

So schritt er denn voran. Oftmals rutschte er ab und an vielen Stellen brauchte er mehrere Versuche, um sie zu überwinden. Dank der Anstrengung musste er viele Pausen einlegen und fiel bald der Sorge anheim, er würde es niemals rechtzeitig schaffen, den Eremiten zu erreichen.

Als am Abend in der Ferne die Sonne unterging, blickte Fjan mit schwerem Atem vom Berg hinab. Er konnte klar und deutlich das Dorf erkennen und den Hügel mit dem Steinkreis. Am liebsten wollte er die Nacht über weiterklettern, doch er wusste, dass es im Dunkeln nur umso schwieriger und gefährlicher werden würde. Trotzdem wollte er das letzte abendrote Licht der Sonne nutzen, um noch ein Stück voranzukommen, und so hielt er erst dann nach einer Grotte für die Nacht Ausschau, als die Sonne am Horizont hinter den Wäldern und Weiten versunken und lediglich ein letzter heller Streifen zu sehen war.

Zwar hatte er in weniger Entfernung bald eine der Grotten entdeckt, doch bis er sie erreichen konnte, war es bereits finster. Er tastete sich vorsichtig voran, rutschte hier und da, sodass er sich mit den Händen auf dem Boden stützen musste, aber er schaffte es letztlich, die flache Grotte zu erreichen, in der er zum ersten Mal seit dem Aufbruch den Rucksack ablegte. Er spürte gleich eine leichte Verspannung in den Schultern, der Magen knurrte laut auf, da er seit dem Morgen nichts mehr bekommen hatte. Fjan wusste das, denn den Hunger verspürte er schon lange, aber er hatte nicht pausieren wollen, um nicht zu viel Zeit zu verlieren.

Also errichtete er aus ein paar Steinen eine Feuerstelle, legte das mitgebrachte Holz hinein und entzündete es mit dem Feuerstein und dem Metallstück. Dann nahm er Schnee von den Felsen außerhalb der Grotte, den er in seinem Topf sammelte, und erhitzte es im Feuer. Während es schmolz, aß Fjan von seinem mitgebrachten Dörrfleisch und ruhte sich erleichtert aus.

Er war nicht sicher, ob er schnell genug vorankam. Ihm war die Erinnerung an die Erzählung seiner Schwester von ihrer Lichtreise gekommen. Sie hatte erzählt, dass sie am ersten Abend das Dorf von oben erblickt hatte, dass es ganz klein war und weit entfernt. Aber als Fjan vorhin hinabgesehen hatte, da war es ihm gar nicht so klein und weit entfernt vorgekommen, wie er es sich beim Zuhören damals vorgestellt hatte. Es musste so sein, dass er zu langsam war. Vielleicht würde er es auch gar nicht erst schaffen, den Eremiten zu erreichen.

Bald darauf, als er gesättigt und sein Durst gestillt war, da kuschelte er sich unter eine seiner Decken, denn er wusste, dass ihn trotz des Gebräus des Ältesten in der Nacht eine Kühle heimsuchen würde. Unter Sorgen schlief er kurz darauf ein.

Als am Morgen die Sonne zu ihm in die Grotte schaute, wachte Fjan aus einem unruhigen Schlaf auf. Er fühlte sich nur wenig ausgeruht, beeilte sich, etwas Schnee aufzukochen, und stopfte sich das Dörrfleisch hastig in den Mund. Er wollte nicht zu viel Zeit verlieren, also packte er nach dem kurzen Frühstück alle Sachen unordentlich zurück in den Rucksack und brach eilig auf.

Allenthalben spähte er auf seinem Weg ungeduldig hinauf, ob er sein Ziel irgendwo entdecken konnte, über das er nicht viel mehr wusste, als dass es an einem seichten erdigen Hang des Berges lag, an dem sogar Nadelbäume wuchsen. Er hielt immerzu Ausschau nach den Bäumen, weil er hoffte, seine Sorgen würden verschwinden, wenn er das Ziel wenigstens in Aussicht hätte, aber bis zum Abend konnte er am Berg nirgendwo Bäume entdecken. Zweifel überkamen ihn, aber immerhin konnte er das Dorf von hier gar nicht mehr erkennen, also glaubte er, ein gutes Stück vorangekommen zu sein. In einer Grotte bereitete er sich für die hereinbrechende Nacht vor, dieses Mal eher als am Tag zuvor, denn er war bereits sehr erschöpft vom Klettern. Auch heute hatte er bei keiner Rast etwas zu sich genommen, sodass er nun alle seine Vorräte an Dörrfleisch hastig in sich hineinschlang und gleich dreimal Schnee aufkochte.

Dem Schlaf fiel er sehr schnell anheim, doch er war noch unruhiger als in der Nacht zuvor.

Ohne Frühstück musste Fjan am nächsten Morgen aufbrechen. Bis zum Mittag kletterte er weiter über den steilen Pfad, der sich wie eine Schlange durch die Felsen wand. Weithin konnte er keine Bäume sehen, die ihm die Nähe zu seinem Ziel verheißen sollten, und so brach er verzweifelt auf seine Knie nieder. Die Kälte hatte ihn eingeholt, denn die Wirkung des Gebräus hatte im Verlauf der vergangenen Nacht nachgelassen. Trotz zweier Decken, die er unter dem Rucksack um seinen Körper gebunden hatte, fror er bitterlich. Es war aussichtslos, denn er hatte keine Vorräte mehr und konnte sein Ziel nicht sehen. Aber welche Optionen hatte er schon? Umkehren kam nicht in Frage, denn der Weg war zu weit. Er wäre erfroren, ehe er den Fuß des Berges erreicht hätte. Und der Weg voraus? Fjan blickte schwer atmend auf und erkannte den schmalen Pfad, wie er hinaufführte zu einer Kuppe und dort scheinbar endete. Nein, dachte Fjan. Es war sicher nur so, dass der Weg dort ein Stück hinab und um die Felsen herum führte. Der Weg konnte hier nicht zu Ende sein!

Nun aber überkam Fjan eine Angst. Hatte er sich verlaufen? War er womöglich dem falschen Weg gefolgt und konnte deshalb die Bäume noch nicht sehen?

Nein!“, schnaufte er in die Winterkälte, „Bitte nicht!“

Eilig und verängstigt raffte er sich auf die Beine und kletterte so schnell, er es vermochte, über den stellenweise vereisten Grund zur Kuppe hin.

Als er sie erreicht hatte, sah er hinunter: Der Weg führte tatsächlich hinab, sachte fallend an der Felswand entlang, weit hinein in eine tief eingeschnittene Furche im Berg und auf der anderen Seite dieser zu einem seichten winterweißen Hang, an dem ein Hain aus Nadelbäumen wuchs. Nahe bei den Klippen, wo die Bergwand steil und tief ins Tal fiel, da standen die Bäume schief, als ob sie jeden Moment hinabstürzen würden.

Fjan traute seinen Augen kaum. Sein Ziel lag vor ihm. Endlich! In seiner Freude bahnten sich zwei Tränen über das Gesicht, aber weinen wollte Fjan gar nicht. Also unterdrückte er die Tränen, wischte sich die Nässe aus den Augen und ging mit weit sichereren Schritten voran, als er sie bisher gemacht hatte. Dass der Pfad sanft abfiel, machte ihn sogar schneller und zuweilen unvorsichtig, doch die Aussicht darauf, endlich beim Eremiten anzukommen, ließ ihn nicht stürzen. Er konnte die Lichtreise jetzt endlich hinter sich bringen, endlich wieder Gesellschaft haben.

Trotzdem erreichte Fjan den seichten Hang erst am Nachmittag, als die Sonne schon fast am Horizont war. Er stapfte durch den Schnee und schaute sich um. Er wusste nicht, wie der Eremit hier oben lebte, ob er eine Hütte hatte oder in einem Baumhaus oder Erdloch wohnte!

Nahe bei den Felsen, die hinter dem seichten Hang zum Gipfel noch viele, viele Meter aufragten, da stand ein prächtiger und ungewöhnlich hoch wachsender Nadelbaum. Er war mehr als doppelt so hoch wie alle anderen Bäume. Neben ihm erkannte Fjan ein kleines schwarzes Loch etwas oberhalb in den Felsen, aus dem beständig Rauch aufstieg.

Es muss von einem Feuer sein!“, sprach Fjan zu sich, der ob des endenden Tages noch mehr zu frieren begann.

Eine Stunde später war Fjan den seichten Hang in bitterer Kälte hinaufgestapft und stand nun neben dem ungewöhnlich großen Baum. In der Felswand ihm voraus war eine hölzerne Wand eingebaut, in der eine Tür mit schmucklosem Tannenzweigenkranz war. In der Dunkelheit hatte er sie fast nicht erkannt und glaubte erst, er halluziniere schon. Er kam näher, tastete das Holz ab und klopfte ohne Zögern und mit kräftigem Schlag dagegen. Die eisigkalte Hand schmerzte darum, aber er pochte noch mal gegen die Tür, bis sie ihm geöffnet wurde.

Ein großgewachsener Mann in blauem Mantel stand da, verbarg sein weißes Haar unter einer blauen Mütze mit weißem Bommel und trug einen langen Bart, der ihm über den Bauch hing.

Ich habe dich bereits erwartet!“, sprach er freundlich, „Es ist furchtbar kalt draußen. Komm! Komm rasch herein, mein Junge!“

Darum ließ sich Fjan kein zweites Mal bitten. Der Mann schloss rasch die Tür hinter ihm und half Fjan dabei, den Rucksack abzusetzen.

Geh hin zum Feuer, Junge, und wärm dich auf! Ich will gleich einen Tee machen“, sagte der Eremit.

Fjan ging mit zittrigen Beinen in den Raum hinein, der in den natürlichen Fels des Berges gebaut zu sein schien. Die Wände wurden mit kräftigen Hölzern gestützt und wiesen hier und da Regale, manche aus Holz, manche als Nischen in den Fels gehauen, auf. Fünf Öllaternen hingen von der Decke und erhellten den Raum. Ein Kamin war ebenfalls in den Fels gebaut worden, vor dem zwei Sessel und ein Tischchen standen. Der Boden, über den Fjan zum Kamin hinging, war mit weichen Teppichen ausgelegt.

Als Fjan seinen kalten Körper in den warmen Sessel presste und das prasselnde Feuer betrachtete, kehrte Wärme in seinen Leib zurück.

Der Eremit füllte aus dem Kessel über dem Kaminfeuer kochendes Wasser in die Tassen, um den Tee in den Teeeiern aufzugießen, und setzte sich danach in den anderen Sessel.

Möchtest du noch eine Decke haben?“, fragte er sogleich, denn er hatte sein Frieren bemerkt, doch Fjan schüttelte den Kopf. „Wie heißt du denn?“, fragte er weiter.

Fjan“, antwortete der Junge schlicht.

Und wer sind deine Eltern?“, wollte der Alte weiter wissen.

Meine Mutter ist Ruli und mein Vater heißt Keron.“

So, so! Dann ist Kirua deine Schwester, stimmt’s?“, er wartete das Nicken Fjans ab, „Sie ist ein aufgewecktes Mädchen. Wollte unbedingt noch mal den Berg besteigen.“ Nun lachte er und Fjan ließ sich davon gerne anstecken. Er hatte es geschafft, er war beim Eremiten angekommen! Aber sehr spät, wie er es empfand, und das stimmte ihn traurig. „Ich habe sehr lange gebraucht, weil ich nicht so gut im Klettern bin. Bin ich zu spät?“, fragte er wehmütig.

Zu spät?“, wiederholte der Alte, „Nein, zu spät bist du nicht. Eigentlich liegst du gut in der Zeit. Und wenn du dich aufgewärmt hast, wird auch genug Zeit da sein, das Licht zu entzünden“, sprach er freudig und fügte an: „Und ein guter Kletterer musst du sein, denn schließlich bist du diesen Pfad bis zu mir hinaufgeklettert. Erzähl mir doch von deiner Reise! Ich bin neugierig, wie es war.“

Nun verlor Fjan seine Trauer. Er hatte es wahrlich geschafft! Und so erzählte er dem Eremiten von seiner Lichtreise, bis der Alte eine Stunde später aufstand und sagte: „Wir sollten aufbrechen, Fjan!“

So zogen sie los, der Alte voraus mit einer Öllaterne, Fjan hinterher. Sie stapften eine Weile durch den Schnee des Waldes, lauschten den Geräuschen der Nacht und staunten über die Eulen, die auf den Ästen der Bäume wachsam saßen.

Schon bald verließen sie den Wald auf eine breite flache Treppe, die in den anstehenden Fels gehauen worden war, ein Stück durch die Felsen führte und oberhalb der Baumkronen auf einem flachen Vorsprung endete. Dort stand auf langen grazilen Beinen ein spitz zu laufendes Dach mit einem Holzstern obenauf. Und unter dem Dach lag ein großer quadratischer Stein mit vier wenig tiefen Einbuchtungen. Zwei Kerzen leuchteten darin mit ihren Feuern in der Dunkelheit, zwei andere Kerzen waren noch nicht entfacht.

Das Feuer erleuchtete Fjans Inneres, sein Herz wurde warm trotz der eisigen Winterkälte, seine Seele ließ von allen Sorgen los und trug den Körper fast schwerelos zu diesem Altar.

Welche der Kerzen soll es sein?“, fragte Fjan den Eremiten, der am Ende der Treppe stehen geblieben war.

Sie brennen alle prächtig, mein Junge. Such dir eine aus!“, sprach er mit fröhlicher Stimme.

So wählte Fjan die ihm am nächsten stehende Kerze und holte aus dem Innenfutter seines Mantels den Feuerstein samt Metallstück hervor. Nach mehreren Versuchen entfachte ein Funke den Docht der Kerze und sie begann zu brennen. Erst jetzt bemerkte Fjan auf dem weißen Wachs der Kerzen bunte Verzierungen. Auch die Nadelbaumzweige, die auf dem Stein zu Füßen der Kerzen lagen, fielen Fjan erst jetzt auf. Und zu seiner Überraschung fand er vertraute Ritzungen im Stein vor, die ihn an jene auf den Steinen des Steinkreises erinnerten.

Der Eremit kam näher, legte dem Jungen den Arm auf die Schultern und sprach: „Ich danke dir, Fjan, dass du diese Mühen auf dich genommen und die dritte Kerze entzündet hast.“

Eine Weile blieben sie noch dort, doch als es ihnen zu kalt wurde, kehrten sie zur Höhle des Eremiten zurück. Dort gab der Alte dem Jungen ein Fläschchen und sagte: „Es ist dasselbe Gebräu, das auch der alte Algers dir bereitet hat. Es hält nicht solange wie seines, aber es wird dich auf dem Weg hinab nicht frieren lassen.“

So trank Fjan das Fläschchen aus, als sie vor der Höhle standen, und spürte sofort, wie die Kälte ihn verließ, die Wärme dieses Mal jedoch in seinem Körper blieb.

Er schaute zu dem Schlitten, auf den der Eremit nach und nach drei große Säcke und den Rucksack des Jungen legte, während er selbst die Öllaterne hielt. Fjan wusste, dass in diesen Säcken frisches, haltbares Brot war, das der Eremit in seiner Höhle backte. Es war Fjans Aufgabe, diese Säcke zum Dorf zu bringen.

Und so gingen sie los, Fjan mit der Laterne voraus und der Eremit ihm mit dem Schlitten folgend, durch den Wald und hin zu den Klippen. Dort war ein Seilzug aufgebaut, der schwere Lasten tragen konnte und mit einem Baum ein Stück abseits des Dorfes verbunden war. Der Eremit lud die Säcke und den Rucksack auf die Fläche, prüfte, ob alles richtig verstaut war und ob der Seilzug auch halten würde. Dann hielt er Fjan ein Brot hin, weil der Junge großen Hunger hatte. Fjan bedankte sich, stieg auf die Fläche und kuschelte sich in seine Decken ein.

Der Seilzug ist mechanisch. Er wird dich langsam bis zum Morgen hinabgetragen haben, Fjan. Ich wünsche dir eine gute Heimreise“, sprach der Alte und stand noch eine Weile, nachdem er den Seilzug in Betrieb genommen hatte, oben auf den Klippen und winkte Fjan fröhlich zu.

Am Morgen, noch ehe das erste Licht der Sonne über den Hügeln erwachte, erkannte Fjan vier kleine Flammen am Grund. Als er unten ankam, standen seine Eltern und Geschwister mit Kerzen am Baum und hatten sogar einen großen Schlitten bei. Noch bevor sich jemand nach den Säcken umsah, begrüßte die Familie den vermissten Jungen: „Das hast du gut gemacht“, sprach seine Schwester stolz, „Ich wusste ja, du würdest es schaffen!“

Schaffen! Schaffen!“, wiederholte Yanu.

Ich war nicht sicher, ob ich mich verirrt habe!“, gestand Fjan.

Du hast das Ziel gefunden. Es ist nicht wichtig, ob du große oder kleine Schritte machst, solange sie in die richtige Richtung führen. Und zu stolpern ist nicht schlimm. Wir stolpern alle von Zeit zu Zeit“, meinte Ruli und drückte ihren Sohn ganz fest an sich heran.

(Ende)

zurück…

16. Dezember 2018; Autor: Bonnie C. Elgengard; Lesezeit: ca. 15-20 Minuten; Genre: Adventsgeschichte, Fabel; Lizenzvereinbarung: CC-D 3.0 Cc-by new.svgCc-nc.svgCc-sa.svg by-nc-sa

 



Bitte beachte, dass Du in Kommentaren keine persönlichen Angaben machen musst, um sie absenden zu können. Persönliche Angaben sind freiwillig! Beachte dazu bitte die Datenschutzerklärung.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s