Über die Autorin


Bonnie C. Elgengard

— Autorin —

Genre: hauptsächlich Fantasy, übt sich aber gerne an jedem anderen und an Subgenres

Stil: überwiegend dramaturgisch, schreibt gerne über Einzelschicksale

Schriften: Romane, Novellen und jede Menge Kurzgeschichten

Zielgruppe: v. a. All Age


Am Anfang war das Wort

„Es ist tatsächlich nicht das Schreiben von sinnzusammenhängenden Texten, was ich von frühen Kindesbeinen an liebte, sondern der Akt des Schreibens an sich.“

Man hat ein Bild im Kopf und überträgt es nach und nach mit einem Stift auf ein Blatt Papier, egal ob als Symbole oder Buchstaben. Denn letztlich sind Wörter nicht mehr als das: Bilder. Solche, die man sehr gut deuten und lesen kann.

Das bloße Niederschreiben eines Wortes, ohne es zu verstehen oder verstehen zu müssen. Die Hand führt den Stift und der Stift folgt und kreiert. Man erschafft etwas auf einem weißen Blatt: ein Bild.

Und aus Wörtern wurden Worte

Erst später kam es, dass Bonnie anfing, sich eigene Geschichten auszudenken. Die Anfänge waren schon in der 3. Klasse zu sehen, aber sie waren vielleicht nichts weiter als ein Fluchtversuch, denn als Introvertierte hatte sie es nicht leicht in der Schulzeit, wurde rasch ausgegrenzt und zu einem Opfer des Mobbings. Sie brauchte diese Flucht.

„Ich schätze, es war ein Schutzmechanismus, dass ich in eine Welt in meinem Kopf floh.“

Anfangs waren es nur lustige und schöne Gedanken, die halfen, den Alltag zu überstehen, aber schon recht bald waren komplexere Bilder in ihrem Kopf entstanden, die sie eher unbedarft zu Papier brachte. Geschichten von maximal 500 Wörtern in meterhoher Grundschulkinderschrift.

Der erste Leser

Die unbedarften Kurzgeschichten hatten sich bis in die 5. Klasse zu einer dicken Mappe angesammelt. Und dann wagte Bonnie einen ersten mutigen Schritt in Richtung Autor-Sein: Sie nahm die Mappe mit in die Schule und zeigte sie ihrem Deutschlehrer.

„Ich kann mich nicht mehr erinnern, wie es überhaupt dazu gekommen war, aber ich erinnere mich gut an seine Reaktion. Denn, ja, er hatte sie gelesen und mir gesagt, ich hätte ein Talent, an dem ich weiterarbeiten sollte.“

Er hatte damit ein Feuer in Bonnie entfacht. Die Wörter, die sie damals noch immer mehr als Bilder, denn als Worte niederschrieb, entwickelten sich mehr und mehr zu sinnzusammenhängenden Texten mit kunstvollen Ausschmückungen, unbewusst angewandten Stilmitteln und v. a. mit deutlichen Aussagen, die sie anderen vermitteln wollte.

Der erste Roman: Ellie

„Ja, Eine Geschichte ist tatsächlich nicht mein erster fertiggestellter Roman.“

Noch vor dem Abitur hatte Bonnie einen Roman fertiggeschrieben, und das, obwohl es nicht von Anfang an so geplant war. Eine Bücherreihe namens Trixie Belden von Julie Campbell und verschiedenen Co-Autoren animierte Bonnie dazu, alle bis dahin geschriebenen Kurzgeschichten in eine solche Reihe zu verwandeln. Heldin der Serie sollte Ellie sein.

Tatsächlich hat sie nie richtig begonnen, diese Serie zu schreiben, denn stattdessen hatte sie die Kurzgeschichten immerzu neu sortiert und neue Gedanken dazu verfasst, wie Ellie in diese Geschichten eingebunden werden kann.

„Irgendwann war ich so genervt davon, dass Ellie immer ganz zufällig auf jemanden trifft oder etwas Spannendes entdeckt, dass ich das Projekt erst einmal beiseite legte.“

Stattdessen arbeitete sie an einem Personennetzwerk, um in der Reihe Platz für weitere Protagonisten zu schaffen. Die Sache ging schleppend voran, sodass sie bis in die 9. Klasse hinein nicht mehr als eine Seite Text verfasst hatte.

Aber dann kam die Wende:

„Durch äußere Umstände – nennen wir es mal schwierige schulische Ereignisse – zog ich mich mehr und mehr zurück. Wann ich konnte, schrieb ich am ersten Kapitel für Ellie.“

Die Arbeit ging schleppend voran. Bald legte sie das Projekt erneut beiseite und widmete sich einer anderen Sache.

Ein neuer Urknall

„Ich glaube, es war Tolkiens Der Herr der Ringe, der mich in der Folgezeit animierte, mir eine eigene Fantasy-Welt aufzubauen. Sie war noch grob und skizzenhaft, aber ich dachte: Wenn ich Ellie in diese Welt bringe, wird mir das Schreiben besser von der Hand gehen. Also hielt ich mich ran.“

Sie erschuf eine eigene Welt, zeichnete sie, gab ihr zahlreiche Städte- und Ländernamen, Flüsse, Berge, Seen und Meere. Auch Wüsten, Wälder und Inseln fehlten nicht.

Inzwischen war es aber soweit gekommen, dass Bonnie aus der Reihe um Ellie etwas neues kreieren wollte: Die einstigen Kurzgeschichten, die zu einzelnen Bänden der Reihe gemacht werden sollten, wurden jetzt plötzlich zu Kapiteln.

So konzipierte sie die Kapitel, verschmolz sie zu einer komplexen Geschichte, die in ihrer Fantasy-Welt Efildrahim spielen sollte.

Es half dabei, dass sie endlich wieder gut schreiben konnte. So war der erste Band des inzwischen als Septologie geplanten Romans in der Oberstufe des Gymnasiums fertig geworden. Und eine gute Gelegenheit verstärkte ihren Wunsch, Autorin zu werden, endgültig: Die Deutschlehrerin offerierte ihr die Möglichkeit, das Buch als Referat der Klasse vorzustellen. Gesagt, getan! Und die Resonanz war gut, Lob und Neugierde strömten ihr entgegen.

Die Versuche, das Projekt einem Verlag vorzustellen, scheiterten jedoch. Sie erhielt nur Absagen. Weil sie es zu dieser Zeit noch nicht besser wusste, glaubte Bonnie, dass sie nicht gut genug war. Also legte sie das Projekt ein weiteres Mal beiseite. Und nach dem Abitur stand ohnehin erst mal das Studium an.

Eine Reise in fremde Welten

Das Studium! Ob es ein Zufall war, dass sich die Fantasy-begeisterte Bonnie ausgerechnet für die Archäologie entschied?

„Im Nachhinein die beste Entscheidung, die ich je getroffen habe!“

Wer Archäologie hört, denkt vielleicht sofort an die römische und griechische Antike oder das europäische Mittelalter. Manche denken sogar an Dinosaurier, aber das ist nichts, womit sich die Archäologie beschäftigt, denn für diese Disziplin steht der Mensch im Zentrum. Alles, was er erschaffen und hinterlassen hat. Jede Kultur, jede religiöse Vorstellung, jede materielle Hinterlassenschaft.

Und Kulturen hat es in der Menschheitsgeschichte viele gegeben! Und so unterschiedliche! Die keltischen Stämme, die germanischen, die angelsächsischen; die Kulturen der Steinzeit, der Metallzeiten und der Antike, zu der auch die Altägypter zählen; in Europa oder gleich auf der ganzen Welt. Jahrtausende an Geschichte und Wandel.

Für Bonnie bedeutete das eine Inspiration. Sie legte alle Schreibprojekte beiseite, ging nicht mehr ohne ihren Notizblock in die Uni und schrieb unzählige Ideen für ihre eigene Welt Efildrahim auf. Noch bis heute wird ihre Welt komplexer und komplexer.

Während der Studiumszeit arbeitete sie kontinuierlich an der Ausarbeitung der Völker, der Länder, der Kreaturen und der geschichtlichen Ereignisse. Eine eigene Schöpfungsgeschichte entstand sogar und eine eigene „Götterwelt“ (diese Götter werden Arkadda genannt).

„Ich bin Autorin“

Ende 2017 veröffentlichte Bonnie ihr erstes Werk als Selfpublisher. Damit legte sie den Grundstein für ein neues Lebensgefühl, dem sie lange Zeit entgegengearbeitet hatte.

„Zwar habe ich mich schon seit der Fertigstellung von Ellie als Autorin gesehen, aber mit einer Veröffentlichung ist es ein ganz neues Gefühl. Plötzlich kann man seine Geschichten nicht nur dem Papier erzählen, sondern gleich der ganzen Welt.“